Leiharbeiter Opfer vonProfitmaximierung
Zum Artikel “Abschied auf die harte Tour” von Freitag, 9. Dezember:
“Wie bitter muss es für eine Arbeiterin oder einen Arbeiter sein, nach einem normalen Tagesbeginn vor seinem Werktor zu stehen und zu erfahren, dass er ab heute nicht mehr zu kommen brauche. Viele Menschen in der Region, die sich das nicht vorzustellen vermögen, können nun sicher einen Bekannten danach fragen, falls dieser zu den 70 ehemaligen Wacker-Mitarbeitern gehört.
Aber ist es nicht auch der Sinn der durch die Hartz 1-Reform liberalisierten Leiharbeiterregelung, dass Unternehmen Mitarbeiter leihen und verleihen können wie sie es wünschen? Auch gilt das in Artikel 23 Nummer 2 verbriefte Menschenrecht ’Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit’ der UN-Charta der Menschenrechte seit dem Einzug des Neoliberalismus in die Arbeitswelt nicht mehr. Somit werden n unserer, oft nur noch auf Profitmaximierung fixierten Wirtschaftswelt Leiharbeit und sonstige prekäre Beschäftigungsmodelle immer mehr zur Regel, ein untragbarer Zustand für Belegschaften und die Gesellschaft.
Den entlassenen Wacker-Beschäftigten, sowie allen von prekärer Beschäftigung betroffenen wie bedrohten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gilt unsere Solidarität. Eine Veränderung dieser unsozialen Umstände sollten wir politisch bewirken.”
Manuel Schuhböck BurgkirchenKreisverband Die Linke
Publiziert v. Kellermann Erwin
